Twitter-Nachhilfe: Nicole Simon, Expertin für die Kommunikation mit 140 Zeichen, rät Journalisten dringend dazu "im geschäftlichen Umfeld" das Microblogging zu testen. "Wer daran gewöhnt ist zu schreiben, sollte in der Lage sein, zwei oder drei mal am Tag was Intelligentes rauszuhauen", sagt die Autorin des Buchs "Twitter – Mit 140 Zeichen zum Web 2.0" im Interview mit dem Branchenfernsehen turi2.tv. "Twitter ist nicht wirklich kompliziert", meint Nicole Simon. Zweifler sollten wenigstens mal nachschauen, was die Konkurrenz so zwitschert. Zur Not könnte man sich eben seinen Namen sichern "und es dann erstmal wieder sein lassen". turi2-Redakteur Björn Czieslik sprach mit Nicole Simon beim Münchner Bloggertreffen am Rande des DLD übers Zwitschern für Medienmacher.

Für Nicole Simon ist Twitter ein Segen. Die kurzen Nachrichten haben dazu geführt, dass sich mehr Leute mit dem sozialen Netz beschäftigen: "Viele fangen mit Twittern an, die niemals ein Blog gemacht hätten."
Bei unerfahrenen Nutzern bestehe aber auch die Gefahr, "dass man nicht versteht, dass es öffentlich ist". Allzu private Daten oder Firmeninterna sind daher bei Twitter tabu! Unternehmen dagegen könnten Twitter als "dumme PR-Maßnahme verstehen und einfach nur doofen Content raushauen". Von Journalisten wünscht sich die European Social Media Spezialistin - so steht's tatsächlich auf ihrer Visitenkarte - deutlich mehr Twitter-Aktivät. Im Grunde sieht Nicole Simon den Twitter-Hype aber ganz realistisch und rechnet mit einem baldigen Abflauen des Booms: "Dann holt man ganz begehrt die Zeitung wieder raus, die man in der Wellness-Oase lesen will. Da will man nicht wirklich mit seinem kleinen PDA rumsitzen." Für rund fünf Minuten Gezwitscher mit Nicole Simon bitte einfach oben ins Video klicken.
Weiterführende Links:
mit140zeichen.de: "Twitter - Mit 140 Zeichen zum Web 2.0".
crueltobekind.org: Nicole Simons Blog.
twitter.com/nicolesimon: Twitter-Feed von Nicole Simon.







Kommentare (5)
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Aus Erfahrung kann ich sagen, daß Listen wie die von Leander immer sehr beliebt sind, weitere führen wir unter http://mit140zeichen.de/uebersicht-twitterverzeichnisse-138 und nehmen gerne neue auf.
Denn Medienleute sollten sich auch aber nicht nur gegen andere Medienleute vergleichen, viel mehr sollten sie schauen, was in ihren betreuten Branchen / Interessensgebieten passiert.
Und ja, ich bleibe bei meiner Behauptung das jeder Journalist in der Lage sein sollte, einen Twitter-Account mit links befüllen zu können, aber privat starten bzw üben sollten. Für viele könnte dieses der Einstieg in die bisher immer noch unverständliche Welt des Netze sein.
http://medialdigital.wordpress.com/2009/01/15/dos-and-donts-fur-twitternde-redaktionen-%E2%80%93-interview-mit-nicole-simon/