140 Zeichen, die süchtig machen: Twitter ist aus der Webwelt 2.0 nicht mehr wegzudenken.
"Welt kompakt" beschimpft darüber schon mal die Nachrichtenagentur AP als "hirnlose Affen" und Jochen Wegner, Chefredakteur von Focus Online, schickt Urlaubsfotos. Immer mehr Medienhäuser und Redaktionen kommen auf den Geschmack des Microbloggings. Doch wie setzen Redaktionen oder einzelne Journalisten Twitter sinnvoll im Arbeitsalltag ein?
Seit Mittwoch fragt turi2 per E-Mail ( peter@turi2.de ) deutsche Medienmacher:
Nutzen Sie Twitter im Redaktions- und Arbeitsalltag?
Wenn ja - warum und wie? Wenn nein - warum (noch) nicht?
Jetzt fragen wir auch hier. Und freuen uns auf Eure/Ihre Statements unten in den Kommentaren! Die dürfen gern auch länger als 140 Zeichen sein. Alle Antworten werden hier in die Kommentare eingetragen und am Freitag auf update2.de zusammengefasst.
Übrigens: Auch turi2 twittert!







Kommentare (53)
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Davon abgesehen ist twitter ein sehr schnelles und direktes Informationsmittel.
1) die Kommunikation mit Twitterern, die zu einem Zeitpunkt bereits über Hobnox getwittert haben. Mit dem Search-Feed wissen wir in Echtzeit, was Twitterer weltweit über uns schreiben. Nicht selten ist ein Twitterer positiv überrascht, dass wir ihn 'gefunden' haben und freut sich darüber, auf diesem Weg mit uns in Kontakt zu treten (und wir mit ihm)
2) Über Twitter informieren wir unsere Follower über neue redaktionelle Video-Beiträge auf unseren Channels, allgemeine News über Hobnox oder sehens- und hörenswerten Beiträgen aus unserer Community.
Twitter ist für uns inzwischen zu einem wichtigen Kommunikationskanal geworden.
http://twitter.com/Hobnox
1. Bieten wir ortsbezogene Feeds mit stadtbezogenen, aktuellen Veranstaltungsinformationen (Konzerte am Abend)
2. Werden wir Twitternachrichten unserer Lokalredkateure direkt auf unseren regionalen Homepages ausgeben und nutzen es so als internen und externen Nachrichtenticker
3. Werden wir die friends_timeline nutzen, Meldungen von interessanten, lokalen Twitter-Nutzern auf unseren Seiten ausgeben und unsere Nutzer dazu einladen, sich um die Twitterfreundschaft bei uns zu bewerben. Das ist wie die Leserreporter, bloß ohne Lidl und Kamera.
http://twitter.com/mackauf
1. Information - Mein Twitterstream ist übertags die schnellste Möglichkeit, über tagesaktuelle Themen auf dem Laufenden zu bleiben. Ich "folge" sozusagen meiner persönlichen Redaktion, die die Links auswählt. Umgekehrt gebe ich Interessantes weiter.
2. Dialog - Die Eintrittsschwelle in eine Konversation ist sehr niedrig. Fragen bringen oft ausreichende Antworten. Umgekehrt antworte ich auch und biete Hilfe an.
3. Selbstmarketing - Die Leser meines PR-Blogs http://www.opensourcepr.de kommen inzwischen mehrheitlich über Twitter. Trackbacks und Suchen folgen auf den Plätzen.
4. E-Mail-Vermeidung - Direct messages helfen, schnelle Koordination und Rückfragen aus der E-Mail-Inbox herauszuhalten.
Ich freue mich natürlich über weitere Follower unter http://twitter.com/tapioliller
Ich persönlich versuche gerade herauszufinden, ob twittern und das Verfolgen des globalen Gezwitschers für meine Arbeit nützlich ist. Mein erster Eindruck: Es ist nicht so viel anders wie bei allen anderen Medien-/Kommunikationskanälen auch. Es kommt eben darauf an, wem man zuhört und was die Twitterer zu sagen haben. Die Linktips oder Kurzbemerkungen eines Tim O’Reilly zu technologischen Entwicklungen oder die Einwürfe von Jeff Jarvis sind sehr spannend. Redaktionstweets nach dem Muster "Mist, Kaffeetasse umgefallen" sind manchmal lustig aber meistens reine Zeitverschwendung. Da ist es mit dem Twittern eben wie beim Fernsehen. Man kann CNN einschalten oder NeunLive.
Auf alle Fälle ist die Melange aus professionellen Sichtweisen und halbprivaten Äußerungen sehr interessant. Und es wäre für Journalisten fahrlässig, diese neue Kommunikationsform einfach als Nonsen abzutun. Einstweilen gilt für uns: ausprobieren, beobachten, dazulernen.
Der Blogautor hat diesen Kommentar am 05.12.2008 08:42:07 verändert:
Wir haben gerade festgelegt, wie wir es in Zukunft machen wollen: Jedes Blog soll einen Account @blogname_feed bekommen, in dem jeweils automatisch die Posts vertwittert werden. @blogname dagegen ist reserviert für "menschliche" Nachrichten der Blog-Redaktion.
http://twitter.com/focusonline
http://www.netzeitung.de/internet/1224977.html
In der Kombination als Facebook-Plugin ist Twitter wiederum sehr effektiv: -> übertragen der Tweets als Statusmeldungen nach Facebook. Unsere Leser-Communtiy kommuniziert mittlerweile nahezu komplett auf und über Facebook. Damit hat man die beiden Ebenen 1) Multplikatoren + Autoren und 2) normale Leser verbunden.
Die Nutzung von Twitter selbst hat sich etwas verändert. Anfangs viel Zeit mit Kommunikation dort verwendet, jetzt eher nebenbei, eher zu den Zeitpunkten, wenn man sich direkt an jemanden wenden will. Dann Einklinken auf den Nachrichtenstrom des- oder derjenigen und Kontaktaufnahme. Statt Email.
2. Als Recherche-Tool: Suche ich Unternehmen mit besonderen Unternehmensgeschichten oder den Unterschied zwischen Mumbai und Bombay, frag ich meine Follower
3. Als Nachrichtenticker: Durch Twitter krieg ich immer als mit. Meist relevanter als mein RSS-Reader.
Noch sind wenige deutsche Forschungsinstitute auf Twitter zu finden. Aber die für das DLR interessante Zielgruppe der technikaffinen Raumfahrt-Interessierten ist schon lange da. Diese Community wollen wir bedienen und auch in den Dialog eintreten. Bei spannenden Raumfahrt-Ereignissen verlinken wir z.B. aktuell relevante Webinhalte in unserem Twitter-Kanal.
twitterer sind an der weltwirtschaftskrise schuld.
vom twittern wird das ding kleiner!
also achtung!
http://twitter.com/weltherrscher
ps: in meiner blogredaktion twittere natürlih nur ich! die anderen sklaven dürfen das nicht.
pps: ich twittere natürlich nur ganz ganz wenig.
1) ich bei Twitter die schnellsten Informationen bekomme
2) ich bei Twitter die besten Ideen für unser Business bekomme
3) ich bei Twitter immer frei entscheiden kann, wann ich mich an öffentlicher Kommunikation beteiligen möchte
4) ich bei Twitter die Informationen direkt von den Quellen bekomme, die mich wirklich interessieren
5) ich bei Twitter zu jeder Zeit in einen konstruktiven Dialog mit unseren cellity-Nutzern treten kann
6) ich bei Twitter Neuigkeiten über cellity unkompliziert und schnell verbreiten kann
7) ich bei Twitter das Wesentliche einer Meldung sofort erfassen kann
8) ich bei Twitter mit der Suchfunktion immer ein hochaktuelles Stimmungsbarometer für alle wichtigen Themen habe
9) ich bei Twitter mit einer grossen Zahl von Freunden im konstruktiven Dialog bleibe
10) ich bei Twitter am schnellsten erfahre, was sich unsere Nutzer bei cellity wünschen
Ich habe längst vergessen, dass ich mal "nur" für das Stijlroyal.Magazin twittern wollte. Es ist ein Mix aus Release-Ankündigung (viertljährlich) und Gedöns, sowie RambaZamba aus dem eigenen Gehirn geworden. Gehirn?
Eine Info-Quelle & Kommunikationsmöglichkeit, die wir nicht mehr missen wollen!
Gruß aus Berlin!
Thomas
http://www.iForia.de http://twitter.com/iForia
- weil unsere Follower uns oft wertvolle Hinweise geben
- weil man durch Twitter Nachrichten manchmal sogar schneller mitbekommt als über den Ticker
- weil Twitter ein guter Seismograph für große Themen ist
- weil wir Kantinen-/Wettertwittern lieben
- weil's Spaß macht (und nur, wenn wir Lust haben)
(Und wer will, kann sich bei uns mittlerweile auch die Nachrichten aus seiner Stadt bei Twitter abonnieren.)
http://twitter.com/COMPUTERWOCHE und
http://twitter.com/teezeh
Ich lese gerne die Tweets von Freunden und Kollegen, um mich vom Lesen von Nachrichtenwebsites, Blogs, Foren und Emails abzulenken.
mehr dazu hier:
http://www.twitter.com/heiko
Richtig spannend wird es da, wo der Dialog anfängt: Was unsere Kollegen in den Lokalredaktionen beim Gang über den Wochenmarkt erleben, erleben wir bei Twitter: den ganz alltäglichen Austausch mit dem Nutzer. Egal, ob es nun heißt "Hier, das ist doch mal ein Thema", "Hat mir super gefallen, bitte mehr davon" oder auch "Da ist ein Tippfehler in eurem Text". Dass alle Leser zusammen mehr wissen als eine Gruppe von Redakteuren, ist uns klar - also stellen wir auch ganz gezielte Fragen in die Runde, wenn wir Hilfe, einen Denkanstoß oder ein erstes Stimmungsbild brauchen. Und nicht zuletzt twittern wir natürlich auch mal Details aus dem Redaktionsalltag: den Sieger unseres Kickerturniers oder ein Twitpic einer skurrilen Postkarte, die wir bekommen haben. Die Anekdoten also, die im Print der Stoff für Lokalglossen sind.
Wie es weitergeht mit Twitter und uns, wird sich zeigen - da ist noch Raum für viele Ideen. Vertwitterlosungen zum Beispiel haben wir schon ein paar gemacht. Und auch unser Aufruf an Polit-Twitterer, sich bei uns zu melden, war ein großer Erfolg. Das Ergebnis ist eine Liste, die uns genauso nutzt wie unseren Lesern.
Themen und News scheinen sich m.E. via Twitter schneller und früher zu verbreiten. Jedoch ist auf der anderen Seite der Zeitaufwand zu bedenken, der mit einer vernünftigen Pflege und Rezeption des Kanals einhergeht.
Inwieweit der Kosten-Nutzen Aspekt also positiv ausfällt, ist zumindest für mich noch zu klären.
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