Handy300

mobile_kleinDeutschland sucht das Super-Handy - wir hatten Medienmacher gefragt: Was wäre für Sie das ideale Handy? (was sollte es können? was nicht?) Hier die Antworten:

Sascha Jansen, Geschäftsführer Zed digital: Frei nach Oscar Wilde: Ich habe einen ganz einfachen Wunsch an mein Handy. Es soll nur alles können!

Dirk Specht, Leiter Elektronische Medien "FAZ": Ein Handy, mit dem man stabil entlang der wichtigsten Autobahnen und Bahnstrecken telefonieren könnte, wäre ein echter Fortschritt.

Oliver Herrgesell, Unternehmenssprecher RTL Group: Eines fürs Telefonieren - und zwar schnell, einfach und verlässlich. Leicht soll es auch sein. Und dann noch ein zweites für Internet, Mails, und Navigation - und zum Telefonieren, wenn der Akku des ersten leer ist.

Die Anspruchsvollen:

Philipp Götzinger, Gründer Joinr.de: Das ideale Handy? Klein, handlich, stylish und ersetzt alles, was ich sonst in der Hosentasche habe. Ich möchte mit meinem Handy im Supermarkt zahlen können, die Tür aufschließen, E-Mails lesen, Musik hören, unterwegs Präsentationen abrufen und telefonieren. Das Ganze in einem hübschen Outfit, nicht zu groß, Sprachsteuerung und einem Akku, der sich durch Solarenergie oder Hosentaschenwärme von alleine auflädt.

Kai Pritzsche, Redaktionsleiter faz.net: Das ideale Handy könnte sich klein machen und jederzeit in der Hosen-, Hemd, oder Jacket-Tasche Platz finden, alle Outlook-Funktionen wie Kalender, Adressen, Mails übernehmen, mit einem großen Touchscreen auf Standardseiten im Internet surfen und via virtueller oder echter Tastatur bedienbar sein. Leicht, flach und robust sollte es nebenbei auch noch sein.

handy600Kai-Helmut Riese, Leiter Marketing-Services Welt-Gruppe: Also neben dem Telefonieren sollte es können: E-Mails schreiben muss schnell von der Hand gehen, alle E-Mail-Anlagen sollten gut lesbar sein; schnelle Internetverbindung; Bewegtbild in ansprechender Qualität; leicht; modernes Design; unkaputtbar (falls es doch mal runterfällt).

Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Multimedia BDZV Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger: Das ideale Handy sollte ein gutes Telefon sein, SMS bzw. E-Mails per Sprache verfassen, ein toller MP3-Player sein, gute Fotos machen, einen superstarken Akku haben. Und das Ganze bitte federleicht, klein und handlich zu einem angenehmen Preis.

Die Blackberry-Fans:

blackberryKlaus Driever, Geschäftsführer Verlagsgruppe Weltbild: Ideal: BlackBerry inklusive vernünftiger Internetanbindung. Nicht nötig sind: MP3, Navi etc.

Dirk Ippen, Verleger (u.a. "Münchner Merkur") : Für mich ist und bleibt es mein Blackberry, der ist mein mobiles Büro in jeder Hinsicht!

Die Windows-Freunde:

windowsmobileVolker Klenk, PR-Agentur Klenk & Hoursch: Klein, leicht, flach, damit es im Jacket nicht aufträgt. Möglichst großer Screen. Ein schwieriger Spagat, den das iPhone nicht hinbekommt. Das ist zwar flach, aber zu groß. Perfekt in der Synchronisation mit Outlook. Auch da hat das iPhone zu viele Macken und treibt ganze IT-Abteilungen zum Wahnsinn. Schnell beim Surfen im Web. Audio & Video sind Gimmicks im Businessalltag. Eine gute Kamera nicht, da man unterwegs viel dokumentieren muss und Ideen festhalten. Ich steh‘ auf Smartphones mit Windows Mobile.

Johannes Winter, Unternehmenssprecher AOL Deutschland: Wichtig sind die Grundfunktionen und die Leistung: Stand-by-Zeit, Sprachqualität und Benutzerfreundlichkeit. Grundvoraussetzung ist die Kompatibilität mit Outlook zum drahtlosen Abgleich von E-Mails, Kalendereinträgen und Adressdaten. Die fehlerfreie Darstellung von Internetseiten (inkl. Bewegtbild/Flash-Inhalte) und HTML-Emails. Schön ist GPS-Navigation, nicht wichtig sind: MP3 abspielen, Fotos oder Videos machen.

Die iPhone-Fraktion:

iphoneGeorg Pagenstedt, Vorstand Wallstreet-Online: Das ideale Handy ist ein iPhone. Ich vermisse aber noch die globale Suche, eine Sendefunktion für Adressen und das Navigationssystem mit Sprachausgabe. Weiterhin wäre Nike+-Unterstützung für das iPhone eine feine Sache. Ich würde außerdem gerne jeden beliebigen Titel aus meiner iTunes Bibliothek als Weckton nutzen können. Das Gerät sollte stoßfest und wasserfest sein. Eine integrierte HD-Kamera wäre noch toll. Und eine Trading-Plattform für Eurex-Futures.

Christoph Dernbach, Chefredakteur dpa-infocom: Ich habe mit dem iPhone 3G von Apple eigentlich schon das ideale Handy. Okay, eine echte Navi-Software, eine bessere Kamera und eine Videoaufzeichnungsfunktion wären nicht schlecht. Aber für das iPhone lasse ich wegen der genial einfachen Bedienung und dem kinderleichten Zugriff auf Internetanwendungen jedes Nokia, jeden Blackberry und erst recht jedes Windows-Mobile-Phone links liegen. Jetzt muss nur noch Volkswagen mitbekommen, dass Siemens schon seit geraumer Zeit keine Handys mehr baut und man Freisprechanlagen mit Mobiltelefonen aus dem jetzigen Jahrhundert nutzen möchte.

Meinolf Ellers, Geschäftsführer dpa-Infocom: Ich bin in wenigen Tagen zum begeisterten iPhone-Nutzer geworden (Lieblings-Medien-Apps im Moment: "20 Minuten", "New York Times" und AP Mobile News Network). In zwei Punkten vermisse ich den Blackberry: die exakte Tastatur für längere Mails und die deutlich längere Akkulaufzeit. (Von meinem iPhone gesendet)

Der Google-Fan:

androidg1Martin Aschoff, Geschäftsführer Agnitas: Natürlich das brandneue G1 von Google/HTC/T-Mobile, das in Deutschland leider erst im ersten Quartal 2009 erhältlich sein soll. Denn es kann noch mehr als das iPhone und ist im Gegensatz dazu ein offenes System, d.h. der Quellcode des Betriebssystems ist offen gelegt und jedermann kann beliebige Software dafür entwickeln und anbieten - während beim iPhone Big Brother Apple kontrolliert, wer was entwickeln und zu welchem Preis averkaufen darf.

Der Rest:

Michael Hartung, Co-Gründer Yaez-Verlag: Mein optimales Handy hat in jedem Fall eine QWERTZ-Tastatur, einen E-Mail Push-Service und einen schnellen Datenzugang. Kamerafunktion ist ein "Nice2have", Audio-Player dagegen völlig uninteressant.

Jörg Blumtritt, Leiter Marktforschung Burda: Haben: Robust, lange Akku-Laufzeit, starkes UMTS-Modem, Email-Sync, schneller Browser, Kamera. Nicht haben: animierte Menüs, die irgenwie herumfahren, wenn man mit dem Finger drauftippt, Datenschnüffelei an den Hersteller unter dem Vorwand der Produktverbesserung, Sperrung für andere Provider oder Software, die ich draufladen will.

Eva Großkinsky, Leiterin Unternehmenskommunikation Verlagsgruppe Weltbild: 1. Telefonieren, 2. Mails empfangen und senden, 3. Internetzugang. Keine Musik und keine Filme, dafür handlich und bedienungsfreundlich mit langer Akkulaufzeit

Tim von Törne, Gründer Cellity AG: Das ideale Handy sollte wie mein Computer sein: Ich bestimme, was darauf läuft! Es unterstütz mich als
-- Organizer (Termine verwalten, Arbeit abnehmen, keine zusätzliche Arbeit machen),
-- effektiver Verwalter aller meiner Adresslisten und Social-Networking-Kontakte,
-- ein Kommunikationszentrum, mit dem ich alle Kontakte problemlos anfunken kann (sei es per Email, XING oder Twitter),
-- mein Medienzentrum (Musik, Radio, Podcasts),
-- mit einer Batterielaufzeit, die all das über Tage zuverlässig mitmacht.
-- Garant der Ruhe, durch seinen "Aus"-Knopf.
PS: Ich nutze zur Zeit ein Nokia e71 mit der Applikation cellity Communicator 2.0.

Ulrich Hegge, Geschäftsführer Wunderloop:
-- Telefonieren, telefonieren, telefonieren!
-- Ohne Abstürze.
-- Mit mindestens 2 Tagen Akkulaufzeit.
-- Und in allen Netzen weltweit.
-- Robust. Es darf auch mal hinfallen, und gibt nicht gleich seinen Geist auf.
-- Klein & leicht.
Smartphone? Ja, schon. Aber eigentlich nur unter den oben genannten Grundbedingungen. Und wenn, dann richtig:
-- Kalender & Adressbuch, und zwar ohne merkwürdige Limits in der Anzahl der Kontakte und mit Abgleich "Over-the-Air"
-- Mail (Push, mit Exchange-Anbindung)
-- Web, und zwar inklusive aller Inhalte (d.h. auch Flash)
-- GPS, inklusive Navigationsfunktion
-- Und das Ganze bitte bedienbar, ohne dass das Handbuch mehr Gewicht hat und Platz braucht als das Handy selbst...
Aktuelle persönliche Rangfolge:
-- iPhone. Schulnote 2- bis 3.
-- BlackBerry Bold. Note 3.
Room for improvement...